Der Bundesverband Niere e.V. freut sich, seine Schirmfrau vorstellen zu können:

Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Beauftragte für Migration, Integration und Flüchtlinge
Auf der Vorstandssitzung des BN e.V. (ehemals Dialysepatienten Deutschlands e.V.) am 16. und 17. September 2000 erfolgte der einstimmige Beschluss, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer die Schirmherrschaft des Verbandes anzutragen. In einer persönlichen Unterredung am 06. Oktober 2000 in Mainz sagte Prof. Dr. Böhmer zu, als Schirmfrau des BN e.V. zur Verfügung zu stehen. Mit ihr konnte der BN e.V. für das Amt als Schirmfrau eine Idealbesetzung finden.
Prof. Dr. Maria Böhmer skizziert die Umrisse ihres ehrenamtlichen Engagements mit drei Worten: "Hilfe – Aufklärung – Dialog". Viele Menschen in Deutschland leiden an Nierenerkrankungen. Viele von ihnen sind Dialysepatientinnen und -patienten. Sie meistern ihren Alltag mit großer Bravour und Geduld. Aber es sind nicht nur "die Erkrankten", von denen Prof. Dr. Maria Böhmer mit Bewunderung spricht. Es sind auch die Familien, die Ehepartner, die Kinder und Angehörigen. Auch ihnen möchte sie ihre Hilfe anbieten. Und diese Hilfe kann verschieden aussehen. Prof. Dr. Maria Böhmer möchte Ansprechpartnerin für die chronisch Nierenkranken sein. Ihnen zuhören und ihre Belange und Interessen aufnehmen. Sie möchte ihren Namen, ihre politische Stellung und ihre Kontakte dafür einsetzen, daß für sie Verbesserungen in ihrem täglichen Leben eintreten. Als ein konkretes Beispiel nannte Prof. Dr. Maria Böhmer den Schulbesuch von Kindern. Ein gezieltes Abstimmen des Unterrichts und der Dialyse könnte die Organisation des Alltags für die Kinder und Eltern erleichtern. Nur ein kleines Mosaiksteinchen, sagt Prof. Dr. Maria Böhmer, aber Teil eines ganzen, großen Mosaiks des Lebens.
Prof. Dr. Maria Böhmer möchte dazu beitragen, das Wissen über die Dialyse und die Möglichkeiten, die für die Betroffenen bestehen, zu verbreiten.
Transparenz schaffen, mit Vorurteilen aufräumen, Berührungsängste abbauen und die Menschen informieren, sind ihr besondere Anliegen. Denn eines ist ihr ganz bewußt: Jeder kann von Niereninsuffizienz betroffen werden. Dies ist keine Frage des Alters.
Dem Dialog mißt Prof. Dr. Maria Böhmer bei ihrer neuen Aufgabe eine große Rolle zu. Sie sieht sich als Mittlerin für den Dialog nach innen und außen. Sie möchte im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein Forum schaffen, das dem Wissen(schafts)austausch dient. Aktuelle Fragen wie zum Beispiel die Frage der Verantwortung und Ethik in der Medizin müssen diskutiert werden und können hier eine zentrale Rolle spielen. Zweischneidige Themen wie zum Beispiel das Züchten von Organen durch neue Gentechnologien müssen angesprochen werden.
Das Dreieck "Hilfe – Aufklärung – Dialog" bildet den Rahmen für das Engagement von Prof. Dr. Maria Böhmer für den BN e.V: Diesen Rahmen gilt es weiter auszufüllen. Ein Verband lebt von seinen Mitgliedern, deren Ideen und Anregungen. Hierauf baut Frau Prof. Böhmer.
Zur Person
1950 wurde Maria Böhmer in Mainz geboren. Sie studierte Mathematik, Pädagogik, Physik und Politikwissenschaften und promovierte im Fach Pädagogik. Für ihre Dissertation wurde Maria Böhmer 1975 der internationale Preis "Zur Pädagogik der Gegenwart" in Wien überreicht. Nach der Promotion entschied sich Maria Böhmer zunächst für die universitäre Laufbahn. Sie begann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Mainz, wo sie – nach Forschungsaufenthalten in Cambridge und Augsburg – 1982 habilitierte. Dann führte sie der Weg in die Politik. Von 1982–1990 war sie Landesfrauenbeauftragte in Rheinland-Pfalz. Parallel zu ihrem politischen Engagement blieb sie jedoch der Wissenschaft verbunden. Sie gehört als Professorin für Pädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg an.
Prof. Dr. Maria Böhmer ist Mitglied der CDU und gehört dem Präsidium der CDU Deutschlands an. Sie ist Bundesvorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands.
Maria Böhmer ist sei 1990 Mitglied des Deutschen Bundestags. Von Februar 2000 bis November 2005 war sie stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion und für den Arbeitsbereich Gesellschaftspolitik zuständig. Dieser umfaßte die Politikfelder der beiden Bundesministerien für Frauen, Senioren, Familie und Jugend, sowie für Bildung und Forschung; ferner die Bereiche Informations- und Gentechnologie und die Verbindung zu den Kirchen. Seit November 2005 ist sie als Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration tätig.
Die Schwerpunkte des politischen Wirkens von Prof. Dr. Maria Böhmer als Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sind die Integration von Migrantinnen und Migranten durch Vermittlung der deutschen Sprache, unserer Geschichte, Kultur und freiheitlichen demokratischen Grundordnung, die Verbesserung von Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsplatzchancen insbesondere für Migrantinnen und Migranten der 2. und 3. Generation, die Bekämpfung von Zwangsverheiratungen, die Förderung einer aktiven Bürgergesellschaft und der Dialog der Kulturen.
In ihrer Aufgabe als Vorsitzende der Frauen Union widmet sie sich insbesondere der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Verstärkung der frühkindlichen Bildung, der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie einer eigenständigen Alterssicherung für Frauen.
Neben ihrer Verankerung in der Politik ist Prof. Dr. Maria Böhmer auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen engagiert. Als stellvertretende Vorsitzende des ZDF Fernsehrates liegt ihr besonders das Wohl von Jugendlichen im Zusammenhang mit Medien und neuen Technologien am Herzen. Bundesweit bekannt wurde Prof. Dr. Maria Böhmer in diesem Zusammenhang als Initiatorin der Kampagne "Rote Karte für TV - gegen Gewalt in den Medien", die seit 1994 mit großem Erfolg läuft. Mehr als eine halbe Million "Rote Karten" wurden seitdem bundesweit verteilt und der Jugendmedienschutz damit verstärkt.