«Wir wollen die Menschen dazu bringen, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen. Denn die meisten denken nicht gerne an den eigenen Tod und schieben deshalb den Gedanken daran und an eine mögliche Organspende weit weg», sagte Laumann. Die Konsequenz dieser «fatalen Verdrängung» bedeute, dass laut einer aktuellen Umfrage zwar zwei Drittel der Bevölkerung bereit wären, nach ihrem Tod Organe zu spenden, tatsächlich aber nur etwa 17 Prozent einen Organspendeausweis besitzen.
Etwa 3700 schwer kranke Menschen in Nordrhein-Westfalen warten derzeit auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Nierentransplantation beträgt etwa fünf Jahre. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Organspender von 2005 bis 2008 um rund ein Viertel gestiegen (von 196 auf 258).
Düsseldorf (ddp-nrw)