Die weiterhin niedrigen Organspendezahlen in Deutschland sind nicht weiter zu hinzunehmen und es muss gehandelt werden. Als Schirmfrau der Patientenstiftung AKTION NIERE fordere ich alle Beteiligten auf, die Organisation der Organentnahme grundlegend zu verbessern.
Dies soll mit 4 konkreten Schritten erfolgen:
1. Die gesetzlichen Vorgaben müssen erfüllt werden. Z. B. müssen Transplantationsbeauftragte in den Krankenhäusern ordentlich berufen werden, adäquat im Gesamtgefüge der Krankenhäuser verortet sein, die Unterstützung der Krankenhausleitung und eine entsprechende Finanzierung sicher gestellt werden.
2. Die Eintragung der Organspendeerklärung muss auf der künftigen Patientenkarte eingerichtet werden damit sie zur Verfügung steht - wenn sie gebraucht wird. Die Karte wird in der Regel immer mit sich geführt und ist im Notfall verfügbar. Und somit auch die Erklärung zur Organspende.
3. Es muss eine qualifizierte Berichterstattung zur Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nach Organtransplantation erfolgen.
4. Die Fixierung schriftlicher Standards auf der Ebene der Intensivstationen muss erfolgen und den Regeln der Kunst entsprechen.
Als Schirmfrau der Stiftung AKTION NIERE ist es mir ein ganz persönliches Anliegen, allen auf eine Organspende angewiesenen Menschen nahe zu sein, sie zu unterstützen und die Organtransplantation in Deutschland zu fördern.
Die AKTION NIERE gehört zum Selbsthilfenetzwerk Bundesverband Niere e.V. der sich 1975 als Interessensvertretung von chronisch Nierenkranken gegründet hat. Er vertritt unter seinem Dach Deutschlands Dialysepatienten, Transplantierte, Angehörige sowie pflegerisches und ärztliches Fachpersonal in 174 regionalen Selbsthilfegruppen. Chronisch nierenkranke Menschen sind mit Abstand die größte Gruppe der Empfänger für Organe in Deutschland. Etwa 9.000 Menschen warten hierzulande dringend auf eine Spenderniere.