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Webinar 4: Frauengesundheit und Nierenkrankheiten – Geschlechterspezifische Aspekte in der Nephrologie

Übersicht
Nierenerkrankungen verlaufen bei Frauen teilweise anders als bei Männern. Geschlechterspezifische Unterschiede betreffen Krankheitsursachen, Verlauf, Therapieansprechen sowie Nebenwirkungen von Medikamenten. Besondere Bedeutung haben zudem Autoimmunerkrankungen, hormonelle Einflüsse, Schwangerschaft und Fertilität. Auch soziale Faktoren wie Care-Verantwortung können die Versorgungssituation beeinflussen.
Eine geschlechtersensible Betrachtung ist daher ein wichtiger Bestandteil moderner, patientinnenorientierter Nephrologie.

Ort und Zeit
Montag, 04.05.2025 von 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Programm
1. Begrüßung und Übersicht
Uwe Korst, Vorstand Bundesverband Niere e.V. für Seltene Nierenerkrankungen
2. Medizinische Grundlagen (ca. 30 bis 40 Min.) –
Referentin Frau Prof. Sylvia Stracke
- Geschlechterspezifische Unterschiede bei CKD
- Seltene Nierenerkrankung (z. B. Lupus)
- Schwangerschaft & Nierenerkrankung
- Hormonelle Einflüsse
- Medikamentendosierung / Nebenwirkungen
3. Psychosoziale Aspekte der chronischen Nierenerkrankung bei Frauen (20-30 Min.) –
Referentin Nicole Scherhag
- Dialyse und Familienrolle
- Transplantation & Schwangerschaft
- Fertilität
- Care-Arbeit und Therapieadhärenz
3. Patient:innenperspektive & Lebensrealität (10 – 15 Min.) –
Referentin Julia Sternberg (fällt leider aus)
Stattdessen Referentin Josefine Gläsel (mit einem ähnlichen Lebensweg)
- Persönlicher Erfahrungsbericht
- Dialyse PD und HD
- Schwangerschaft
- Ängste und Sorgen, Familiensituation
- Transplantation(en)
4. Diskussion und Fragen (15 Min.)
Moderation: Uwe Korst
Veranstaltungsplakat
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Zur Anmeldung
Melden Sie sich bitte Online an oder über korst@bnev.de (mit Angabe von Name, Telefonnummer, email, Organisation)
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Zugangsdaten für Zoom (bitte rechtzeitig einwählen):
https://us06web.zoom.us/j/89449605791?pwd=guVeLGV5WGYbwirJjUHuHL0aHIA0TG.1
Unsere Sponsoren
Ein Dank geht an die Firmen Novartis Pharma und Swedish Orphan Biovitrum GmbH (SOBI) für das Sponsoring
Zu den Referenten
Prof. Dr. med. Sylvia Stracke Prof. Dr. med. Sylvia Stracke ist Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie, Dialyse und Hochdruckkrankheiten und kommissarische Direktorin der Klinik für Innere Medizin A an der Universitätsmedizin Greifswald. Sie ist Vorsitzende der Kommission „Frau und Niere“ der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und engagiert sich insbesondere für geschlechterspezifische Aspekte in der nephrologischen Versorgung. Darüber hinaus wirkt sie an Leitlinien und Forschungsprojekten zur Nierengesundheit mit und bringt fundierte klinische und wissenschaftliche Expertise in das Thema ein.
Nicole Scherhag ist Diplom-Sozialpädagogin und Ausbilderin für Patientenbegleiter. Sie bietet psychosoziale Unterstützung im Bundesverband Niere an, wo sie sich auf die Betreuung von Patienten mit Nierenerkrankungen spezialisiert hat. In ihrer Rolle als Referentin widmet sie sich insbesondere den psychosozialen Belastungen, die mit Nierenerkrankungen einhergehen. Ihr Ziel ist es, durch ihre Arbeit die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern und ihnen sowie ihren Familien bei der Bewältigung der Herausforderungen des Alltags zu helfen.
fällt leider aus: Julia Sternberg, ist 40 Jahre alt, im emsländischen Haren an der Ems aufgewachsen und lebt seit zwölf Jahren in der Kurpfalz. Sie ist Mutter einer fünfjährigen Tochter und arbeitet als Bilanzbuchhalterin im Ingenieurbüro ihres Mannes.
Aufgrund einer Nierenerkrankung begann sie 2009 mit der Peritonealdialyse, ab 2013 folgte die Hämodialyse. Mit 39 Jahren erhielt sie eine Nierentransplantation. Während ihrer Dialysezeit nahm sie 80 kg ab.
In ihrer Freizeit ist sie gerne bei ihrem Pferd, treibt Sport und verbringt Zeit mit ihrer Familie in der Natur. Wichtig ist ihr, trotz Rückschlägen positiv zu bleiben und sich stetig weiterzuentwickeln. 🌿
Stattdessen Josefine Gläsel, 37 Jahre alt aus Dallgow-Döberitz bei Berlin lebt seit ihrer Geburt mit einer chronischen Nierenerkrankung und begann bereits mit 12 Jahren die Dialyse. Nach einer ersten Nierentransplantation infolge einer Lebendspende lebte sie acht Jahre mit dem Organ, bevor sie erneut 14 Jahre auf Dialyse angewiesen war. Heute hat sie seit rund 3,5 Jahren eine zweite transplantierte Niere und blickt auf einen langen, herausfordernden Behandlungsweg zurück. Trotz Dialyse wurde sie zweimal schwanger und ist heute verheiratet sowie Mutter einer Tochter. Ihre Geschichte macht sie zu einer glaubwürdigen Stimme für Organspende und die Belange von Patientinnen und Patienten.
Uwe K.H. Korst ist ein engagierter Patientenadvokat und Gründer von PKD Cure, einer Organisation zur Unterstützung von Menschen mit polyzystischer Nierenerkrankung (PKD). Er ist Patientenbegleiter, Referent und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Niere. Als Co-Vorsitzender bei ERKNet und Vorstandsmitglied bei PKD International setzt er sich für die Interessen und Bedürfnisse von Patienten mit seltenen Nierenerkrankungen ein. Korst arbeitet daran, die Versorgung und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
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Weitere Dokumente
Flyer Nieren und Schwangerschaft, Download
Sonderheft zu Seltenen Erkrankungen 2024, zum Editorial
